Herren 2 schaffen den Durchmarsch in die Oberliga! 

Es war die nahezu perfekte Saison, welche sich die zweite Mannschaft der Füchse ausgemalt hat. Ohne Neuzugänge nach dem Aufstieg in die Landesliga war es trotzdem von Beginn an das Ziel, um die oberen Tabellenplätze mitzuspielen. Aber der „Durchmarsch“ und direkte Aufstieg in die Oberliga war dann spätestens zum Ende der Hinrunde im Hinterkopf der Mannschaft.

Nach 17 von 20 Spielen standen die Füchse 2 auf dem ersten Tabellenplatz mit 15 Siegen, als der Coronavirus den Spielbetrieb am 08.03. zum stillstand brachte. Einen Monat später kam dann die Entscheidung vom Baden-Württembergischen Basketballverband: Die Saison wird beendet, es gibt keine Absteiger und der Erstplatzierte zum Zeitpunkt der Unterbrechung erhält das Aufstiegsrecht. Die zweite Garde der Füchse kann also in die Oberliga aufsteigen - zurecht! Denn es hatte keiner wirklich Zweifel daran, dass der erste Platz noch aus der Hand gegeben werden konnte, zumal sie sogar noch eine Niederlage „frei“ gehabt haben.

Das Auftreten der Mannschaft über die gesamte Saison war dazu zu Souverän. Beide Niederlagen gab es in der Hinrunde: Das Hinspiel gegen USC Heidelberg 2 verlor man in einer körperbetonten Partie, in der die Füchse nie ihr Spiel fanden, hauchdünn mit 59:61. Das Hinspiel beim TSV Buchen mussten die Füchse aufgrund von zahlreichen Ausfällen mit einer Rumpftruppe bestreiten und unterlagen wie befürchtet recht deutlich mit 51:69.

Höhepunkt der Saison war definitiv das Rückspiel beim USC Heidelberg. Die zahlreich mitgereisten Fans bekamen ein höchst spannendes Spitzenspiel geboten, mit Tempo, Intensität und einigen Highlights auf beiden Seiten.  Die Füchse setzten sich früh auf 10 Punkte ab, doch der USC kam bis zur Halbzeit zurück und ab dann war es ein offener Schlagabtausch mit vielen Führungswechseln. In diesem Spiel waren es dann Niclas Centner und Jakob Nenner, die mit einem überdurchschnittlichen Spiel herausstachen und wichtige Akzente setzten, um sich in den letzten 5 Minuten zum 69:54 Erfolg abzusetzen.

Man könnte aber auch jeden anderen Namen bei jedem anderen Spiel nennen. Denn die große Stärke, die uns von den anderen Mannschaften unterschied, war die Qualität in der Breite. In jedem Spiel, sogar in jedem Viertel, spielten sich andere Spieler in den Vordergrund, sodass es für die Gegner unmöglich war, sich auf einen oder zwei Spieler zu konzentrieren.

Einzig Michael Schönit stach mit seinen knapp 4 Dreiern pro Partie etwas heraus. Zusammen mit Patrick Aubertin und Lorenz Kiesel, die alle auch in der ersten Mannschaft zum Einsatz kamen, führten sie die Mannschaft an und gaben Tempo und Intensität offensiv wie defensiv vor. Ebenso sorgte Hewitt Robert in vielen wichtigen Situationen offensiv wie defensiv für wichtige und spielentscheidende Aktionen, wie den Game-Winner im Krimi gegen SG HD-Kirchheim 2.

Samir Bigdeli, Oliver Lippert, Andreas Schönit und Sebastian Waag zählen zu den Erfahrenen Spielern einer jungen Mannschaft. Sie zeigten jedes Spiel sehr mannschaftsdienlich starke Leistungen und haben entscheidenden Anteil am Erfolg. Dazu sollte man auch Henning Wacker zählen, der zwar weniger Spielanteile bekam, aber immer zuverlässig im Training für Konkurrenz sorgte und bei jedem Spiel unterstütze!

Der einzige „alte Hase“, Edoardo Leva, stellte sich völlig in den Dienst der Mannschaft. Er zeigte der Jugend im Training immer wieder, dass sie noch sehr grün hinter den Ohren sind und setzte auch bei seinen Einsätzen auf dem Spielfeld immer wieder schöne Akzente und sorgte für einige Highlights.

Die Jungend in der Mannschaft wurde angeführt von Jakob Dillschneider, der schon vergangene Saison viel Verantwortung bekam und sich auch dieses Jahr weiter in Richtung Führungsspieler entwickeln konnte. Dicht gefolgt wurde er von Niclas Centner, Jakob Nenner und Johannes Lutz, die sich alle über die Saison hinweg steigern konnten und ebenso riesigen Beitrag zum Aufstieg leisteten. Cornelius Niese konnte leider zur zweiten Saisonhälfte krankheitsbedingt nicht mehr so häufig dabei sein, doch auch er sorgte gerade in der ersten Hälfte für gesunde Konkurrenz im Training und bei den Spielen.

Zu guter letzt konnten sogar die noch jüngeren David Pisic (16), Felix Hofmann (16) und Alexander Donath (15) erste Erfahrungen in der zweiten Mannschaft sammeln und machten ihren Job sehr gut, sodass sie hoffentlich in der kommenden Saison weiter integriert werden können.

 

Trainer Daniel Ryklin kann also höchstzufrieden sein mit der Saison der zweiten Mannschaft, auch wenn das vorzeitige Saisonende natürlich schade war. „Ich bin besonders glücklich, dass wir jedes Spiel, außer in Buchen, mit 11 bis 12 Spielern antreten konnten und die Mannschaft mir erlaubt hat, so viel zu rotieren. Jeder einzelne Spieler hätte mehr Spielzeit verdient gehabt, aber es hat sich nie jemand beschwert und jeder hat sein Ego für die Mannschaft zurückgestellt. Es haben so viele Spieler zu dem Erfolg beigetragen und das macht es besonders schön!“

 

Der Aufstieg ist in jedem Fall auch ein Verdienst unserer Trainer in der Jugendarbeit aus den letzten Jahren. Ohne den starken Nachwuchs, hätte das nötige Niveau gerade auch in der Breite gefehlt. Die jungen werden merklich jeden Monat besser und es kommen immer mehr starke, hungrige Spieler nach. Die Oberliga bietet ihnen ein richtig gutes Niveau um den nächsten Schritt zu machen, sich zu präsentieren und sie an die Regionalliga heran zu führen. Wir dürfen gespannt sein, wer alles den Sprung in den nächsten Jahren schafft.