Nach der mehr als unnötigen und ärgerlichen Niederlage vergangene Woche in Freiburg erwartete man von allen Seiten eine entsprechende Reaktion von den Füchsen aus dem Heidelberger Westen.

Glücklicherweise durfte man endlich das erste richtige Heimspiel im Sportzentrum West spielen, da man zum Saisonstart auf die Neckarhalle ausweichen musste. So fanden sich auch, gemäß des Hygienekonzeptes, einige viele Zuschauer in der Halle ein, um die Füchse tatkräftig zu unterstützen. Aber auch für die Aufsteiger aus Leimen galt es eine Reaktion zu zeigen, da sie die ersten zwei Spiele gegen die beiden Karlsruher Mannschaften deutlich verloren hatten und nun auf ihren ersten Saisonsieg hofften.

Die Füchse starteten erstaunlich verhalten in das Spiel, während die Gäste aus Leimen deutlich aggressiver an die Sache herangingen und schnell 6-3 in Führung gingen. Nach einer kurzen Auszeit durch Coach Zoran Pisic, fingen sich die Wieblinger endgültig und ließen bis zur Viertelpause ganze 8 Minuten keinen Korb mehr zu. Vorne hatte man endlich das Spiel unter Kontrolle, ließ den Ball laufen und fand immer wieder den richtigen Mann für einen guten Korbabschluss. Gerade unser Tribok Paul Heinemann erklärte den High-Post zu seinem Territorium und ließ den Ball immer wieder passgenau durch die Reuse fliegen. Den Schlusspunkt für 14-0 Run setzte Jonas Wiesenberg vom Parkplatz mit einem Buzzer-Beater zur Viertelpause aus seinem „Kuscheleck“, nach schöner Vorlage von, heute eher zum Genie tendierenden, Timo Käding.

Ein kurzer Blick auf das zweite Viertel, lässt das Herz von jedem Statistik-Freak höherschlagen, denn die Füchse punkteten ausschließlich von der Dreierliner, der Freiwurflinie und am Brett. Von draußen waren vor allem die Schützen Timo Käding, Max Kiesel und der „Tacker“ Michi Schönit ein ums andere Mal erfolgreich. Gerade für Michi dürfte es erfreulich sein, dass er endlich aus seinem, „Shooting-Slump? Kenn ich nicht.“, raus ist. Am Brett dominierte Füchse-Kapitän Daniel Ryklin, der zudem bei seinen zahlreichen „And-1’s“ von der Freiwurflinie ein butterweiches Händchen bewies. Defensiv ließ mein ein wenig nach, kassierte aber trotzdem nur 12 Punkte. Somit ging es mit einem deutlich 46-18 in die Halbzeitpause.

Die Ansagen zur zweiten Halbzeit waren klar. Bloß nicht nachlassen und genauso weitermachen. Leider konnten die Füchse nicht ganz das Niveau halten, wie sie es im ersten Abschnitt gezeigt hatten. Sowohl die Defense als auch die Offense ließ nach. Da man aber trotzdem auch die beiden letzten Viertel für sich entscheiden konnte, hielt man die Leimener auf Distanz und büßte nichts vom erspielten Vorsprung ein. Erfreulich war das die beiden Rookies Jakob Dillschneider und Niclas Centner im dritten Viertel ihre ersten Regionalligaminuten sammeln durften und ihre Sache ordentlich machten. Nach 40 Minuten Nettospielzeit stand ein am Ende ungefährdeter 81-49 Sieg zu Buche.