Es war alles andere als ein normaler Saisonauftakt an diesem 3. Oktober. Nicht nur, dass man entsprechend der weltweiten Corona-Pandemie als Verein neue Herausforderungen zu meistern hatte, mussten die Füchse gezwungener Maßen auf die Wieblinger Neckarhalle auszuweichen nachdem es im heimischen Sportzentrum West technische Probleme mit einem Motor der Trennvorhänge gab und dieser nicht mehr hochgefahren werden konnte. Darüber hinaus musste Coach Zoran Pisic auf die beiden Langzeitverletzen Lorenz Kiesel und Sebastian „Happy“ Birkholz verzichten, welche beide noch Blessuren aus der vergangen Saison beziehungsweise der Offseason mit sich herumschleppen.

Aller widrigen Umstände zum trotz konnte man sich einen wohlverdienten und sehr wichtigen Auftaktsieg sichern, zu welchem, wie vergangene Saison auch, die Zuschauer ihren Anteil beitrugen, die sich entsprechend des Hygiene-Konzeptes in der Halle einfanden.

Das erste Viertel wurde direkt zu einem offenen Schlagabtausch. Von Anfang an gab es wenig Abtasten, begünstigt dadurch, dass sich beide Teams im Vergleich zu den vergangenen Saisons kaum verändert hatten und man sich gegenseitig demnach gut kannte. Während die Gäste aus dem Schwarzwald vorrangig über ihren Hühnen in der Mitte, Sascha Kesselring, ins Spiel kamen, war es auf Seiten der Füchse die Schwager-Schwager-Connection von Timo Käding und Christian Hofmann, die mal direkt, mal indirekt für das Groß der Wieblinger Punkte verantwortlich war.

Im zweiten Viertel gelang es den Füchsen den 1-Punkt Rückstand in einer kleine 4-Punkte Führung umzumünzen. Das offensiv stärkste Viertel aus Sicht der Gastgeber kann man eng an den Erfolg von jenseits der Dreierlinie binden. Wie sollte es auch anders sein, waren die Wieblinger, gerade in Person von Michael Schönit, kollektiv 5 Mal erfolgreich mit Würfen vom Parkplatz.

Viertel Drei gestaltete sich als sehr ausgeglichen und so änderte sich an der Punktedifferenz von +4 aus Sicht der Füchse nichts. Defensiv hatte man den Gegner einigermaßen im Griff und vorne fand man andere Wege den Ball im Korb unterzubringen, nachdem man von außen etwas abgekühlt war. So ging es mit einem 64:60 in den letzten Spielabschnitt.

Im vierten Viertel war es dann Rookie David Pisic der unteranderem mit zwei wichtigen Dreiern die Haiterbacher auf Distanz halten konnte, als man offensiv etwas ideenlos agierte. Gegen Ende des Spiels ließ man die Gäste nochmals unnötig etwas rankommen. Schlussendlich konnte man das Spiel in der letzten Minuten mit einer blitzblanken Ausbeute von der Freiwurflinie für sich entscheiden.

Vermutlich waren die Freiwürfe auch am Ende einer der zentralen Spielentscheidenden Faktoren. Während man defensiv im Vergleich zu den letzten Jahren vermutlich zu viele Punkte zuließ, waren die Füchse mit 24 Treffern aus 26 Versuchen überragend von der Freiwurflinie.