Das zweite Jahr nach einem Aufstieg soll ja oft das schwierigere sein, die Gegner kennen einen, unterschätzen einen nicht mehr und bereiten sich besser auf die Spiele vor. Die Füchse waren also gewarnt und gut beraten noch eine Schippe drauf zu legen, um in der zweiten Saison mindestens genauso gut abzuschneiden wie im ersten Jahr. Der Sommer wurde mit einer intensiven Vorbereitung inklusive Trainingslager in Bilbao genutzt, um sich weiterzuentwickeln.

Doch gleich im ersten Spiel gegen die BG Karlsruhe (78:85) mussten die Füchse feststellen, dass das Niveau in der Regionalliga Baden-Württemberg in dieser Saison noch höher als im vergangenen Jahr sein würde und jeder Sieg hart erarbeitet werden müsste. Im ersten Heimspiel wurde vor einer großartigen Kulisse der erste Sieg der Spielrunde gegen Ludwigsburg (107:77) geholt, doch dieser musste mit einer schweren Verletzung von Sebastian Birkholz, einem der Leistungsträger der Mannschaft, teuer bezahlt werden. Im nächsten Spiel in Möhringen zeigten die Füchse das gleiche Problem wie bereits in der ersten Regionalligasaison. Trotz einer sehr guten und couragierten Leistung und einer zwischenzeitlich deutlichen Führung schafften es die Füchse nicht „den Sack zuzumachen“ und verloren hauchdünn (79:81). Im nächsten Heimspiel gegen Söflingen konnten die Füchse, obwohl sie lange Zeit in Führung lagen, das Spiel am Ende wieder nicht für sich entscheiden (79:87). Aufgrund dieser fehlenden „Coolness“ in den entscheidenden Momenten und der angespannten Personallage war spätestens nach diesem Spiel klar, dass den Füchsen eine schwere Saison bevorstehen würde. Im nächsten Heimspiel gegen Haiterbach zeigten die Füchse ein sehr gutes Spiel und konnten deutlich gewinnen (84:61). Leider konnte diese gute Leistung nicht in das nächste Spiel mitgenommen werden und es gab gegen den Aufsteiger aus Freiburg eine unnötige deutliche Auswärtsniederlage (56:71). In den nächsten Wochen zeigten die Füchse wieder ein anderes Gesicht, doch trotz vieler guter Spiele konnte sich die Mannschaft nicht belohnen und fand sich nach einer Niederlagenserie von fünf Spielen im Keller der Tabelle wieder (PS Karlsruhe (76:78), Ulm (64:93), Heidelberg (68:70), Reutlingen (60:69)). In Konstanz stand für die Füchse bei ihrer längsten Auswärtsreise ein richtungsweisendes Spiel gegen einen direkten Tabellenkonkurrenten an. Dank einer tollen Teamleistung besiegten die Füchse den Gegner deutlich und meldeten sich zurück (81:57). Das letzte Spiel der Hinrunde gegen Schwäbisch Hall spiegelte das Problem deutlich wieder. Trotz eines sehr guten Spiels und langer Führung schafften es die Füchse zum wiederholten Male nicht das Spiel zu gewinnen (61:64) und beendeten die Hinrunde auf einem abstiegsbedrohten Platz. Nach zwölf Spielen standen drei deutliche Sieg mit über 20 Punkten Vorsprung neun zum Teil sehr knappen Niederlagen gegenüber. Trotzdem war aufgrund der vielen guten Spiele, in denen sich die Füchse nicht belohnen konnten, die Hoffnung groß mehr Erfolg in der Rückrunde zu haben.

Allerdings starteten die Füchse sehr schlecht in die zweite Saisonhälfte. In den ersten drei Spielen der Rückrunde konnten die Füchse nicht an die gute Leistung der Hinrunde anknüpfen und mussten sich deutlich geschlagen geben (Karlsruhe (66:72), Ludwigsburg (76:97), Möhringen (61:104)). Dabei waren die Niederlagen gegen die direkten Tabellennachbarn BG Karlsruhe und Möhringen besonders bitter, da die Füchse von beiden Mannschaften in der Tabelle überholt wurden und der Druck auf Füchse sich erhöhte. Nach einigen zum Teil lauten Ansprachen von Coach Zoran Pisic und „Teamsitzungen“ innerhalb Mannschaft wollten die Füchse den Abstiegskampf in den kommenden Spielen annehmen. In den nächsten Wochen zeigten die Füchse eine deutliche Steigerung und konnten mit einer sehr guten kämpferischen und intensiven Leistung und vor allem einer wesentlich besseren Verteidigung, die die Füchse in den letzten Jahren immer ausgezeichnet hat, zu ihrem Spiel zurückfinden. Allerdings konnten die Füchse in den nächsten Spielen mehrmals knapp nicht gewinnen. Außerdem musste nach der Verletzung von Moritz Link beim Spiel in Söflingen der nächste Ausfall eines Leistungsträgers verkraftet werden (Söflingen (68:79), PS Karlsruhe (71:83), Ulm (68:77)). Nach mittlerweile sieben Niederlagen in Serie waren die Füchse bis auf den letzten Tabellenplatz abgerutscht und stark vom Abstieg bedroht. In dieser Phase ließ sich die Mannschaft nicht hängen und zeigte großen Charakter. In den nächsten beiden Spielen gegen Haiterbach (71:61) und Freiburg (70:63) konnten sich die Füchse nach sehr guter Leistung endlich wieder belohnen und zwei wichtige Siege für den Klassenerhalt holen. Im Stadt-Derby gegen den USC Heidelberg (64:80) riss die Siegesserie wieder und gegen Reutlingen (72:92) mussten die Füchse eine weitere Niederlage einstecken, doch die Mannschaft konnte mit guten Spielen den Aufwind weiter bestätigen. Im vorletzten Spiel der Saison in Schwäbisch Hall zeigten die Füchse, angepeitscht von ihren zahlreich mitgereisten Fans, eines ihrer besten Spiele und entscheiden das Spiel deutlich für sich (82:66). Trotz der erfolgreichen Wochen ging es im letzten Spiel zu Hause gegen Konstanz für beide Teams um alles oder nichts. Der Gewinner würde den Klassenerhalt schaffen, der Verlierer müsste absteigen. Nach einem zunächst knappen Spiel konnten sich die Füchse deutlich absetzen. Doch der Gegner kam zurück und verkürzte bis kurz vor dem Ende auf 6 Punkte. So oft ließen die Füchse in dieser Spielrunde in der entscheiden Phase das Spiel noch aus den Händen gleiten, doch dieses Mal behielten sie die Nerven und konnten unter dem frenetischen Jubel der Zuschauer den Klassenerhalt feiern (70:57).

 

Für die Füchse spielten:

Sebastian Birkholz und Moritz Link, die trotz ihrer schweren Verletzungen so gut es möglich war die Mannschaft unterstützten. Kevin Hotek, der trotz seines großen beruflichen Aufwands der Mannschaft so oft er konnte mit seiner Erfahrung half. Die „neuen“ Füchse Jonas Wiesenberg, Michael Schönit und Lorenz Kiesel, die sich im Laufe der Saison immer weiter steigerten und zu wichtigen Leistungsträgern wurden. David Garcia, der trotz seiner beruflichen Verpflichtungen die Mannschaft so gut es ging unterstützte. Patrick Aubertin, dessen Unterstützung nach den vielen Verletzungen besonders wichtig war. Paul Heinemann, der nach seiner Rückkehr eine große Verstärkung für die Mannschaft war. Daniel Ryklin, Timo Käding, Max Kiesel und Christian Hofmann, die weiterhin zu den zuverlässigen Leistungsträgern zählten. Trainer Zoran Pisic, der durch seine positive Einstellung und gute Arbeit in seiner bereits neunten Saison mit den Füchsen die Erfolgsgeschichte weiterschreibt.

Nach dem erfolgreichen Klassenerhalt wollen die Füchse sich in den nächsten Jahren weiterentwickeln. Die Mannschaft bleibt zum Großteil zusammen und blickt mit vielen jungen und hungrigen Spielern positiv in die Zukunft.

 

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